50 - Interview mit Bodo Janssen
Shownotes
in dieser 50te Folge - der ersten Jubiläumsfolge - führe ich ein Interview mit einem besonderen Gast: Bodo Janssen
Dabei dreht sich alles um die "Sinn- und menschenorientierte Führung" und die Frage "Ist die Arbeit für den Menschen da oder ist der Mensch für die Arbeit da?". Bodo gibt uns spannende Einblicke in seine Philosophie - hierzu gehört untere anderem das Thema Work Life Balance versus Work Life Blending.
Freut euch auf eine inspirierende Folge voller wertvoller Tipps, weitreichende Einsichten und viel Spaß beim Zuhören!
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Hast du Fragen und Anregungen? Schreib einfach eine EMail an: info@holger-langer.de!
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, schön, dass du auch heute dabei bist im Podcast der Rückenwindgeber, der Podcast,
00:00:06: der dich in deinem Entwicklungsprozess unterstützt.
00:00:09: Mein Name ist Holger Langer.
00:00:11: Meine Vision ist es, dass möglichst viele Menschen im Einklang mit ihrem Warum leben.
00:00:17: Herzlich willkommen zur Podcastfolge Nummer 50.
00:00:21: Ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht und was in diesen 50 Episoden alles passiert ist,
00:00:30: was mit Sicherheit bei dir passiert ist, wenn du den Podcast schon länger zuhörst,
00:00:33: aber auch was bei mir passiert ist.
00:00:35: Die heutige Episode ist was ganz Besonderes.
00:00:39: Ich habe es sich schon im September 2022 aufgenommen.
00:00:44: Und sie war als Podcastfolge gedacht, als Jubiläumsfolge, die sie auch heute ist.
00:00:48: Es ist ein Podcast mit einem meiner Vorbilder, mit einem meiner Mentoren, Bodo Jansen.
00:00:58: Ich habe im Vorfeld für das Intro, das ich heute nochmal neu einspreche,
00:01:03: nochmal in den Podcast hineingehört und es ist einfach ein tolles Interview.
00:01:09: Du merkst vielleicht meine Begeisterung und alleine für dieses Interview hat sich schon
00:01:14: der Relounge des Podcastes gelohnt.
00:01:16: Es ist einfach beeindruckend, was Bodo in diesem Podcastinterview uns mitgibt
00:01:24: im Bezug auf eine sinn- und menschenorientierte Führung.
00:01:30: In der Frage ist die Arbeit für den Menschen da oder ist der Mensch für die Arbeit da?
00:01:35: Und jetzt will ich dich gar nicht länger auf die Folter spannen.
00:01:39: Hör in den Podcast hinein, höre dieses tolle Interview und ich wünsche dir ganz, ganz viel Spaß.
00:01:44: Was treibt dich zur Arbeit an?
00:01:50: Oder besser gefragt, warum stehst du jeden Morgen auf?
00:01:55: Wofür steht das Unternehmen, in dem du arbeitest?
00:01:59: Und was hat das mit deinen Werten zu tun?
00:02:03: Welche Voraussetzungen brauchst du, um dich und andere zu führen?
00:02:09: Und wie schaffst du es? Dass deine Mitarbeitern für das, was sie tun, brennen?
00:02:17: Im Podcast "Der Rückenwindgeber" gehen wir, ließen und vielen anderen fragen auf den Grund.
00:02:24: Viel Spaß beim Zuhören!
00:02:27: Hallo Bodo, schön, dass das heute mit unserem gemeinsamen Interview klappt.
00:02:31: Das ist Episode 50, also meine Jubiläumsfolge und ich habe dich vor vielen, vielen Jahren auf einem Unternehmertag in Schwerin das erste Mal erlebt.
00:02:44: Und du hast mich wirklich gefesselt mit dem, was du da erzählt hast, was deine Blickweise vom Thema Unternehmertum ist.
00:02:54: Und bist so einfach in den letzten Jahren für mich ein bisschen ein Vorbild.
00:02:59: Und weil du ja einfach ein Vordenker bist, später habe ich dann irgendwann das Buch "Die Schleure Revolution" gelesen.
00:03:05: Und hatte ja nun das Glück, im letzten Jahr, in diesem Jahr bei euch am Korrekturlaub teilzunehmen, also am Ausbildungsweg, sag ich mal, eurer Kultur- und Entwicklungs-GmbH.
00:03:20: Und das war für mich ein sehr, sehr spannender Weg, was ich dort erfahren durfte, was ich mitnehmen durfte.
00:03:27: Weil ich glaube, du bist ja seit 2010 mit deinem Unternehmen auf dem Weg.
00:03:34: Und für mich ist das, was ihr so macht, so, ich sag jetzt mal, der wahre Weg des New Works.
00:03:41: Das ist unabhängig von irgendwelchen Techniken und einfachen Bausteinen wirklich in gelebte, sinn- und menschenorientierte Führungen.
00:03:51: Und das vielleicht auch einfach als Einstiegsfrage, um ins Gespräch zu kommen.
00:03:57: Was zeichnet für dich denn Sinn- und menschenorientierte Führung aus, Rudolf?
00:04:01: Ja, und ich glaube, der Kern besteht darin, dass der Mitmensch für mich zweck ist, von dich das mitteln.
00:04:10: Da ist immer die Frage, was ist für mich mittel und was ist für mich zweck.
00:04:13: Und wenn der Mitmensch für mich mittel zum Zweck dafür ist, dass es mir besser geht, dass es meinem Unternehmen besser geht,
00:04:19: dass es mein Bereich besser geht, dann ist das eine Betrachtungsweise, die wir in der Vergangenheit viele Orts kennengelernt haben.
00:04:27: Der Mensch als Funktion, als Position, als Investition, als Investitionsgut dafür, dass die Geschäfte gut laufen.
00:04:36: Und die Sichtweise, die sich bei uns herauskristallisiert hat, ist genau den Gegengesetzten.
00:04:41: Sowohl ich als Mensch, also ich als Mensch in meiner Rolle als Unternehmer, als Vater, als Bruder bin dann im Mittel zum Zweck dafür,
00:04:51: dass meine Menschen, meine Mitmenschen für sich das finden, was sie ein Stück weit stärker macht, zufriedener macht, innerlich gelassener macht.
00:04:57: Und das macht für mich auch menschenorientierte Führung aus.
00:05:02: Also ich richte meine Führung auf die Entwicklung des Menschen aus und nicht so sehr auf die Entwicklung eines Ergebnisses.
00:05:12: Mh. Viele Unternehmen singen ja heute nach wie vor relativ rendite Getrieben, sag ich mal.
00:05:21: Und wie sind denn deine Erfahrungen?
00:05:24: Ich weiß, ihr bekommt das bei euch gut hin, diese Balance zwischen Menschenorientierung und Mitarbeiterorientierung und dennoch vernünftige Umsätze zu generieren.
00:05:39: Aber bei den meisten Unternehmen ist ja nach wie vor die Ausrichtung an der Rendite.
00:05:44: Wie geht das für dich zusammen?
00:05:47: Also ich erlick das jetzt gerade ganz praktisch.
00:05:50: Also wenn in der klassischen Prachtungsweise die Leistung des Menschen für mich wichtiger ist als der Mensch an sich,
00:05:57: das führt dazu, dass die Menschen irgendwann wegrennen.
00:06:00: Und heutzutage nennt man das dann Personalmammel.
00:06:04: So wenn die Menschen einfach keine Lust mehr auf das haben, was sie bisher erlebt haben.
00:06:09: Und wenn mir die Menschen wichtiger sind als deren Leistung, dann bleibt die Verguntenheit bestehen.
00:06:16: Und dann können wir über die Manpower verfügen, die wir brauchen, um die Leistung zu erbringen.
00:06:22: Und das ist das, was mir gerade erlebt.
00:06:24: Ich habe jetzt gerade mit den Direktoren in den letzten Wochen mich viel ausgetauscht und wir sind an allen Stellen optimal besetzt.
00:06:31: Und das ist ein etwas anderes Bild als das, was ich woanders wahrnehme.
00:06:37: Und was nützt mir, dass wenn ich Rendite getrieben bin, dann haben mir die Menschen dafür fehlen, diese ergeizigen Ziele noch zu erreichen.
00:06:46: Man abgesehen davon, dass die Rahmenbedingungen für die Erreichung dieser Ziele sich von heute auf morgen kolossal ändern können.
00:06:53: Das heißt, das, was für uns bedeutsam ist, ist in die Verbundenheit zu den Menschen, diese starke Verbundenheit,
00:06:59: diese starke Gemeinschaft, um sich außer Gemeinschaft heraus auf das auszurichten, was allen Beteiligten gut tut.
00:07:06: Und dann führt das natürlich auch dazu, dass die entsprechenden Ergebnisse entstehen, egal, welchen Biedrigkeiten wir uns entgegendesetzt fühlen.
00:07:16: Also wir haben das in der Pandemie erlebt, die Pandemie, die zwei Jahre gehören,
00:07:19: gehören mit zu den erfolgreichsten Jahren mit Geschichten unseres Unternehmens, obwohl die Rahmenbedingungen total streng waren.
00:07:26: Und ich glaube, dass wir in der klassischen Betrachtungspforgehensweise, nicht ansatzweise, unsere diese Richtung entwickelt.
00:07:34: Also es geht nicht um gut oder schlecht, das würde ich mir tatsächlich verbieten, das zu bewerten, sondern es geht für mich immer um Ursache und Wirkung.
00:07:42: Und wenn die Leistung für mich wichtiger ist als der Mensch, dann blüht sich einer, der beteiligt mich schlecht und es kommt zur Trennung.
00:07:50: Und wenn der Mensch wichtiger ist als die Leistung, dann kann der Mensch, damit Mensch bedingungslos darauf vertrauen,
00:07:57: dass wir zusammenstehen und die Dinge zusammen bewältigen, auch wenn die Leistung mal nicht genottet ist.
00:08:05: Ja, aber Denov, ich kenne ja eine Reihe auch von neuen Wäusern, die Menschen ja auch bei euch Leistung abbringen.
00:08:15: Es ist ja kein Selbstzweck, um den Menschen, ich sage mal, allein in den Mittelpunkt zu stellen und er muss keine Leistung bringen,
00:08:25: sondern Leistung wird ja bei euch auch gefragt, ihr wollt ja auch Leistung für den Kunden abbringen.
00:08:29: Ja, also die Wirtschaftlichkeit ist die Basis um ihre Existenz, nicht aber der Sinn unseres Handelands.
00:08:34: Also solange die Leistung nicht so schlecht ist, dass die Basis um ihre Existenz bedroht, ist für uns das Thema erstmal der Sinn- und Zweckunternehmung erst einmal erfüllt.
00:08:44: Ich glaube, das ist das Entscheidende und das Zweite ist, dass eben die Leistung nicht als Anlass dafür genommen wird, Menschen zu diskinitieren oder zu sanktionieren.
00:08:59: Ja, ich glaube, das ist etwas sehr entscheidendes, denn das, was wir aus der Vergangenheit oder was ein Produkt der Leistungsgesellschaft ist, ist ja Liebe für Leistung.
00:09:08: Also du leistest, wie ich mir das vorstelle, du passt dich an, so wie ich mir das vorstelle und wenn du beides tust, dann gehörst du dazu.
00:09:18: Und wenn du dich nicht anpasst und wenn du nicht meinen Vorstellungen entsprechend leistest, dann gehörst du nicht dazu, dann wirst du ausgestuxten.
00:09:27: Und das ist ja die große Angst, die die Menschen haben, eben nicht mehr dazu zu gehören, zu einem Team, zu einer Familie, zu einem Unternehmen.
00:09:35: Und das wird natürlich immer als Faust haben, wie die Leistung dort entgegengestellt.
00:09:40: Und darauf haben immer weniger Menschen Lust, sich davon abhängig zu machen.
00:09:45: Es geht um so eine Gewissungsform der Bedingungslosigkeit im Miteinander, gleichwohl die Leistung natürlich erforderlich ist, um die Grundlagen der Existenzen oder der Existenz auch zu sichern auf beiden Seiten.
00:09:58: Und auch dort ist es einfach die Ausrichtung, also worauf richte ich nicht aus.
00:10:04: Das heißt nicht entweder, oder ich sage nur, ist mir die Leistung wichtiger als die Leistung oder ist mir die Leistung wichtiger als der Mensch?
00:10:13: Beides hat eine Relevanz, nur ich setze die Prioritäten klar und ernte dafür in die Verbundenheit und damit die Zugehörigkeit und damit die Verbühbarkeit der Hände und Köpfe
00:10:25: und der Begeisterung, wie es braucht, um ein Unternehmen weiter zu bringen.
00:10:30: Total schön, ist total schön, sich nur strahlen zu sehen, leider könnte ich das Wort der Söhre nicht sehen.
00:10:37: Wir glücklich, dass es da einfach bei dir wirklich aus den Herzen kommt.
00:10:41: Und dieses Thema Liebe für Leistung ist ja das, was ganz viele Menschen aus ihrer Vergangenheit mitbringen.
00:10:51: Du machst die Erfahrung, dass es das Menschen heute, das nicht mehr so in den Fokus stellen, glaubst du, da gibt es eine Veränderung in der Entwicklung insgesamt?
00:11:07: Also Führung hat ja, oder auch eine Haltung nicht, aber Führung ist immer Kontext gezogen.
00:11:14: Ja, also es gibt nicht die Führung, sondern ich muss die Führung immer in einen Kontext stellen, egal ob die Selbstführung oder auch die Führung anderer Menschen.
00:11:24: Da geht immer ein Kumpel im Kontext einher und wenn ich dieses Prinzip der Liebe für Leistung, also als Produkt der Leistungsgesellschaft mal analysiere und die Geschwindigkeit hineingehe,
00:11:36: dann war das ja durchaus etwas, was "A" wirksam war und "B" erforderlich war, weil es ja in einer Zeit entstanden ist, in der es den Menschen in der Summe nicht so gut ging.
00:11:47: Und diese Versprechen, du musst nur fleißig genug sein, um später Glück zu haben oder Erfolg zu haben, also ohne Fleiß kein Preis,
00:11:57: das entstand ja aus einer Zeit, in der das natürlich ein wirksames Medium dafür war, die Menschen in Bewegung zu setzen, weil sie nichts hatten.
00:12:06: Ja, also viele Menschen hat, viel mehr Menschen nichts hatten und nun leben ja zwei Generationen weiter und jetzt hat sich der Kontext ein Stück weit verändert.
00:12:17: Also das Geld als solches, um überhaupt überleben zu können, ist vielleicht nicht mehr so sehr das Motiv, Arbeit zu geben.
00:12:27: Ich habe mir heute Morgen nach dem Satz formuliert, dass Menschen die Ahnung, der Motiv der Arbeit ausschließlich darin besteht, Geld zu verdienen, die sind bei unserem Unternehmen total viel am Platz.
00:12:38: Ja, also ausschließliches Motiv, natürlich brauchen wir die, aber die haben nicht zu viel von dem, wo wir uns im Unternehmen einsetzen.
00:12:46: Guter Arbeit für gute Scale ist in jedem Unternehmen vielleicht zu haben, in anderen Unternehmen vielleicht sogar noch besser zu haben.
00:12:53: Aber wenn dann als erweitertes Motiv in Zukunft, ich möchte nicht nur Geld verdienen, sondern ich möchte etwas Sinnvolles tun und ich möchte mich als Mensch weiterentwickeln
00:13:03: und ich nutze dafür die Infrastruktur, dann gewinnten wir plötzlich Anbedeutung für die Menschen.
00:13:09: Und das ist deshalb möglich, weil sich die Wohlstand, wenn ich das mal sage, der ein Stück weit in den letzten Generationen weiterentwickelt hat.
00:13:18: Die nächsten Generationen sind vielleicht nicht mehr so sehr darauf angewiesen, jedem Euro zu verdienen, weil da noch Eltern waren und Großeltern, dann wird vielleicht etwas geherbt.
00:13:28: Und also der Druck ist nicht mehr so groß wie vor 60, 70 Jahren. Und nun erleben wir ja die Generation Y, die eben sagen, okay, es gibt noch etwas anderes als Geld zu verdienen.
00:13:41: Die Frage, die ich mir auch stellen muss, ist, ja, was ist denn die Währung, wenn Geld als Bezahlung nicht mehr so attraktiv ist?
00:13:50: Und dann habe ich aber der nächste Generation, dass die eben sagen, ja, dann haben wir den "War of Talents", der ja nicht mehr ist, weil die Talents haben gewonnen, die sagen dann, okay, ich gehe in ein Unternehmen, ich möchte 20 Stunden arbeiten, dann überlege ich mir,
00:14:05: welchen Stunden lohne ich haben möchte, ich überlege mir, in welcher Währung ich bezahlt werden möchte, die lieben gerne in den Kripto, also die stellen Anforderungen bis zum Gettnerung, um dort ihre Leistung dann auch anzubringen.
00:14:17: Und da sage ich da, ja, das passiert, wenn wir Work-Life-Balance denken. Also wenn wir leben und Arbeit voneinander trennen, solche Forderungen stellen, um Menschen in der Arbeit nicht den Sinn erkennen, der ihnen vielleicht bedeutsam ist.
00:14:33: Und es geht um den Weg vom Work-Life-Balance zum Work-Life-Blending, das heißt, in der Arbeit etwas zu finden, was wir als Mensch wirklich sinnvoll erscheinen und natürlich dann das Geld verdienen, auch ein Stück weit in den Hintergrund zu stellen, also nicht mehr als allererste Priorität dort zu verzeichnen.
00:14:50: Und dann sind wir sehr stolper, Friedrich Bergmann, wenn er mich gesagt hat, dass Arbeit viel mehr dazu dienen sollte, selbst Unkenntnis zu überwinden, als eben nur Geld zu verdienen.
00:15:02: Und das ist einfach, das sind zwei Bewegungen, die einen sagen, gut, ich nutze die Arbeit, um Geld zu verdienen.
00:15:09: Die Arbeit dient für mich ausschließlich dazu, Geld zu verdienen und die anderen fangen an, ja, Arbeit ist viel mehr als nur Geld zu verdienen, weil Arbeitszeit ist Lebenszeit und die möchte ich so sinnvoll und meiner Persönlichkeit in Sprechen gestalten, wie es noch irgendwie möglich ist.
00:15:27: Und auch zu Lasten vielleicht eines höheren Gehaltes, weil das ist das, was wir auch erlebt haben, dass schlechte Führung und Menschen, die an Stellen und Unternehmen unterwegs sind, die nicht ihrer Persönlichkeit entsprechend mehr Schmerzensgeld bekommen, als dass sie eine Bezahlung ihrer Arbeit erhalten.
00:15:44: Das ist ja auch ein ganzes Stück Persönlichkeitsentwicklung. Persönlichkeitsentwicklung, wenn ich jetzt mal so die letzten Jahrzehnte in mir Unternehmen angucke, in denen ich tätig wartig unterstützt habe, war das ja in der Vergangenheit nicht unbedingt auf der Priorität eines Unternehmens.
00:16:04: Und die Entwicklung zur wirklich Sinnorientierung und wirklich auch sich selbst sinnorientiert in der Arbeit zu sehen, ist ja ein ganzes Stück Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen.
00:16:17: Wie siehst du denn den Stellenwert eines Unternehmens, was ein Unternehmen für seine Mitarbeiter tun kann oder tun sollte?
00:16:25: Also in der Ursprung der Industrialisierung und somit auch Leistungsgesellschaft war ja das Motiv in ganz einem
00:16:54: gewissen Grad, bis zu einer gewissen Generation, waren die Menschen auch dazu bereit, das über sich ergehen zu lassen.
00:17:03: Und solange dieses Motiv in dem Vorlergrund stand, war ja auch das Thema Work-Life Balance, Arbeit und Leben voneinander zu trennen, war ja auch Sinn der Sache.
00:17:15: Das private hatte ja in der Arbeit nicht zu suchen, das kenne ich heute noch die Aussagen, dass sich das ja noch trennt.
00:17:23: Und heute ändern sich die Anforderungen ansprüchlich, das Bewusstsein ist ein weiteres, ein größeres, mit Blick auf das eigene Leben, eben nicht mehr zu differenzieren zwischen Arbeit und Leben,
00:17:36: sondern das vielleicht in einem Kontext zu betrachten und dann sich für sich die Frage zu stellen, was braucht es denn, dass Arbeit für mich auch gleichberechtig Teil des Lebens wird.
00:17:49: Also nicht gleichberechtigte Sinne von Zeit, sondern auch von Einstellung und Bewusstsein.
00:17:53: Und dann kommen natürlich über die Weichen, über diese Normierung und Anpassung hinaus.
00:17:58: Dann ist das nicht genug, das reicht mir nicht, sondern ich will dann ja in mich investieren.
00:18:03: Das mache ich ja im privaten Bereich auch.
00:18:06: Dann investiere ich nicht gleich in meine Persönlichkeit, aber in meine persönlichen Entfessen.
00:18:10: Da gibt es dann ein Hobby, da bin ich dann vielleicht Vorstand in einem Verein.
00:18:15: Da erlebe ich ja noch viel mehr dessen, was mir wichtig ist, als in der Vergangenheit in meinem Job.
00:18:23: Und jetzt kann ich das in weiterer Vertragung sagen, okay, in einem Unternehmen kann ich die Rahmenbedingungen dafür schaffen, die Struktur dafür schaffen,
00:18:30: dass das eben auch mit und in der Arbeit möglich wird, das zu erfahren und sich zu entwickeln in eine Richtung, die mir als Mensch wirklich wichtig ist.
00:18:39: Und dann bekommt das eben ganz anders stehen.
00:18:42: Ja, seit hier glaube ich auch, zumindest nach meiner Wahrnehmung auch in dem Bereich, ja auch mit ein ganzes Stück Vorreiter mit eurem Unternehmen 2 oder Unternehmen Style, Kultur und Entwicklung,
00:18:57: wo ihr wirklich das auch ganz klar in den Fokus rückt, die Entwicklung des Mitarbeiters und das nicht nur für eure Mitarbeiter,
00:19:07: sondern auch für andere geöffnet habt.
00:19:12: Wo ist denn da, ich sage es ist ein euer Geheimbezept?
00:19:18: Ja, dass man ein Unternehmen auch weitergeben kann.
00:19:20: Vielleicht jeder gleich in der Akademie, sorry.
00:19:23: Also erstmal war das nicht geplant, dann haben wir aber gemerkt, dass sich Menschen dafür interessieren und dann haben wir uns den externen,
00:19:32: wie sie ja früher hießen, geöffnet und durften die Erfahrung machen, dass wir darüber ja auch mehr Einblicke bekommen in das, was um uns herum geschieht
00:19:43: und die Mitarbeiter auch erfahren, auch die Mitarbeiter erfahren, was um sie herum geschieht und sie plötzlich ein Verhältnis schaffen können,
00:19:51: zwischen dem, wie es bei uns ist und wie es in anderen Unternehmen ist.
00:19:55: Also erstmal total sinnwertvoll zu sehen, wenn der Mitarbeiter weiß, guck mal, die stellen die Fragen, die stellen die Fragen,
00:20:02: die Fragen haben wir vielleicht vor fünf Jahren bei uns beantwortet, dann erkennen die am äußeren ihre eigene Entwicklung im Unternehmen.
00:20:10: Zu die Außenstehende entwasstet halt wertvoll, weil sie einfach nicht nur hören, lesen, sondern tatsächlich auch erleben durften,
00:20:19: wie denn das ganz praktisch aussieht, wie die Menschen unternehmen Denken in so einem Unternehmen denken und fühlen
00:20:26: und für welche Gespräche sie dann auch sich öffnen, wie die Dialoge aussehen.
00:20:31: Also war das erstmal ein sich gegenseitiges Motivieren, was wir dort erfahren haben.
00:20:37: Die Mitarbeiter haben fühlt und sich motiviert durch die Anerkennung und Wertschätzung, durch das Impressor, was ihnen entgegen gebracht worden ist
00:20:44: und die Außenstehende fühlt sich motiviert im Anblick der Realität, also dass sie einfach sehen und da blicken konnten,
00:20:53: hey, auf der einen Seite konnten die UPSTA 2 auch mit Wasser, auf der anderen Seite wird das aber auch die Menschen behandeln,
00:21:00: ganz andere Themen als die, die wir sich vielleicht voran mitbehandeln werden.
00:21:04: Ein zweiter Aspekt, der für uns sehr förderlich war, war eben, dass wir festgestellt haben, dass unsere Strukturation ist relativ niedrig,
00:21:16: eigentlich zu niedrig um Innovation voranzubringen und durch die Außenstehenden Sichtweisen erfahren wir auch eine gewisse Innovation,
00:21:28: weil wir natürlich Kritiken bekommen, Anmerkungen bekommen, Ideen bekommen, die wir dann im Rahmen der Curricula aufnehmen
00:21:35: und dann wie so ein Filtersystem, so Katalysator, dann auch Verdichten aufbereiten und gegebenenfalls dann auch ins Unternehmen installieren.
00:21:44: Das sind ja ganz viele Möglichkeiten und was daraus entstanden ist, ist tatsächlich, dass persönliche Weiterentwicklung
00:21:53: der Mitarbeiterunternehmen kein Trostzentrum mehr ist, sondern ein Profizid.
00:21:58: Ja, also wir verdienen mit der Entwicklung unserer Mitarbeiter Geld, dass wir dann wieder investieren können in die Entwicklung der Mitarbeiter.
00:22:06: Das ist wie so ein positiver Regelkreis, also bei uns wird ja ohnehin nichts rausgenommen oder abgeschöpft,
00:22:11: sondern alles das, was verdient wird, fließt wieder in die Menschen, in die Substanz, in Gemeindezigkeit
00:22:17: und somit ist dann so ein systemischem, da wir positiver Regelkreis entstanden, der sich gegenseitig, der sich immer wieder verstärkt.
00:22:24: Je mehr von Menschen von außen kommt, desto mehr haben wir Möglichkeiten, alle zu investieren.
00:22:29: Klingt sehr schlüssig, Bodo, klingt sehr schlüssig.
00:22:35: Wenn ein Unternehmen sich entschließt zu sagen, ich will etwas für meine Mitarbeiterentwicklung tun,
00:22:44: was würdest du denn empfehlen, wie das Thema angehen?
00:22:48: Also ich würde mal in allererster Linie, würde ich mal anschauen, was dient der Entwicklung der Menschen und was davon ist nicht verfügbar außerhalb des Lebens
00:23:03: oder nur für viele nicht verfügbar, weil es zu teuer ist.
00:23:07: Also was bleibt denn, wenn du in die Persönlichkeitsentwicklung gehst und erschaut, welche Infrastrukturen es in unserer Gesellschaft gibt,
00:23:17: dann hast du Seminare, dann hast du Coaches, dann hast du Psychotherapeutin, wenn du in den physiologischen Bereich reingehst,
00:23:26: hast du vielleicht Ärztin, die unter dem Aspekt der Salute-Geneser arbeiten, Physiotherapeutin und so und uns geht es ja um die ganzheitliche Gesundheit des Menschen.
00:23:36: Das heißt, dass sich der Mensch psychisch, physisch und sozial weiterentwickelt.
00:23:42: Und somit stand für uns dann die Frage im Raum, okay, welche Angebote können wir formulieren, die für den normalsterblichen, mitarbeitenden Menschen einfach nicht zugänglich sind.
00:23:53: sind oder nicht erschwinglich sind. Und das ist das, was ich unternehmen fragen muss. Was können
00:23:59: wir aufbauen an Dienstleistungen, die dann mit Mensch, der Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens
00:24:05: nicht in Anspruch nimmt? Und das war zum Beispiel so ein Curriculum. Einfach zu sagen, gut, wir
00:24:12: entwickeln ein Curriculum. Bei uns nennen sich das jetzt Curriculum, da verbinden wir ja alles im
00:24:18: Spannungswert zwischen Spitalität und Wissenschaft. Und alles ist darauf ausgerichtet, die Persönlichkeit
00:24:25: des Menschen zu entwickeln. Und das war unser Angebot und was gab es bisher nicht? Das ist so ein
00:24:31: bisschen wie ein Startup. Also ich überlege mir, was hilft den Menschen dabei, sich als Mensch zu
00:24:37: entwickeln und bietet das innerhalb des Unternehmens an? Das kann auch was ganz anderes sein. Das
00:24:45: können Chance sein für körperliche Fitness zum Beispiel. Wenn es das nicht oder zu hohen
00:24:52: Preisen im Markt gibt und ich das im Unternehmen anbiete, dann bin ich in diesem Punkt appropil und
00:24:58: zwar über das Gehalt hinaus. Und das ist eigentlich die Aufgabe, dass das Unternehmen über die
00:25:04: Bezahlung eines Gehaltes hinaus attraktiv ist für den Menschen. Und wir haben uns ja dieses Curriculum
00:25:12: entwickelt, aber wir haben ja unser eigenes Gesundheitszentrum. Wir haben ja einen
00:25:17: Preventorium entwickelt, die Menschen bei uns, die zu uns bei uns unternicht arbeiten, die können
00:25:22: einen zum Beispiel einen automolekularen Test machen, einen Bluttest mit 80 Werten und dann
00:25:28: schauen wir, okay, was fehlt vielleicht gegen etwas in diesen Baupkasten, das wird das zurück
00:25:34: entwickelt. Da hast du vielleicht deshalb Konzentrationsschwierigkeiten mal irgendwelche
00:25:39: automolekulare Stoffe, oder irgendwas anderes fehlt, oder ob die Hormone irgendwie durcheinander
00:25:46: sind. Und dann helfen wir die Menschen dabei, erstmal sich automolekulär, physiologisch in
00:25:52: Ordnung zu bringen, damit sie dann auch wieder in die Vitalität zurückkommen. Weil der Grund,
00:25:57: dafür, dass Menschen nicht vital sind, muss ja nicht nur ein schlechter ausgeglichener Job sein oder
00:26:02: so was vorgesetzt hat. Das kann ja auch in der Ernährung liegen oder einfach in physiologischen
00:26:08: Quellen haben. Also wenn jetzt eine Frau zum Beispiel ein Eisen wert hat von 20, dann dürfen
00:26:15: uns nicht wundern, dass sich dieser Frau im Gen-Schuh besohlen kann. Da stimmt einfach kein
00:26:20: Lebensmeld. Weil sie einfach zu wenig rote Brutköppchen hat, zu wenig Eisen hat und einfach
00:26:25: schritten aufgestellt ist. Wenn man dann aber daran arbeitet, dass ihr Eisen wert, die Ferritin,
00:26:32: sich entwickelt und sie gleitet über 80 bis 100, dann sich entwickelt, dann wundern wir uns plötzlich
00:26:38: dass diese Frau in der Lage ist, den Macher von zu laufen. Und das meine ich damit. Also das gibt es
00:26:44: ja irgendwo in der Gesellschaft nicht, also gibt es, aber es kostet richtig viel Geld. Wenn jemand in
00:26:48: der Privatwirtschaft oder außerhalb so ein Test machen würde, dann würde der 1.600 Euro dafür zahlen,
00:26:54: um diese Ergebnisse zu bekommen. Und bei uns gibt es das einfach. Und das meine ich damit. Also
00:26:59: Angebote zu schaffen, zu formulieren, innerhalb des Unternehmens, die Einzahl auf die physische,
00:27:05: psychische und soziale Entwicklung des Menschen. Und was das dann für Einzelnen ist für das
00:27:12: Unternehmen, das muss dort herausgefunden werden. Ja, das kann man nicht pauschal sagen. Wichtig ist,
00:27:18: dass es ein Angebot ist, was ein Teil auf die psychische, physische und soziale Entwicklung
00:27:23: des Menschen und bestenfalls außerhalb des Unternehmens nur schwer vergebast, weil es teuer ist und
00:27:29: man dann vorhanden ist. Und nicht Bespaßung ist, so wie das die Googles dieser Welt machen.
00:27:35: Das wirklich den Menschen seiner Entwicklung und für ihn selbst weiterbringt, in seiner Grundheit
00:27:42: oder psychischen Entwicklung erwoher immer. Das ist etwas anders als die berühmte, als die
00:27:50: berühmte Tichtgiger. Ja, genau. Also das ist ja mehr, das ist ja mehr eine sehr kurzfristige
00:27:56: Angelegenheit. Es gab ja auch eine Reportage über uns, da wurden wir verglichen, ich glaube sogar
00:28:00: mit Google, mit Phoenix und was uns dann bei Google, Phoenix und wir und was uns wirklich
00:28:06: unterschieden hat, ist, dass wir diese Bespaßung überhaupt keinen Zugang zu haben, weil wir
00:28:13: ganz einfach glauben, da kommt jemand anders mit mehr Bespaßung und dann sind die Menschen
00:28:16: eh weg. Und das lenkt die, diese Bespaßung lenkt die Menschen höchstens von dem Leid ab, was sie
00:28:21: sonst erfahren würden. Das geht so in Richtung Kategorie Versuchung. Die Versuchung verspricht
00:28:27: mir ja in aller Unzufriedenheit, zumindest vorübergehend, bisschen Spaß und somit würde ich auch
00:28:32: Tischkeker betrachten. Also in aller Unzufriedenheit, die ich vielleicht in einem Job erlebe, in den
00:28:37: fünf Minuten Tischkeker erfahre ich dann ein bisschen Freude und Tank auch für die nächsten
00:28:41: 45 Minuten nicht total frustriert bin. Und bei uns, also den, diese Spielplätzen, Anflug
00:28:47: sticht man nicht anders aus, wenn mich in Form von Meditationsräumen oder so, wo ich nicht
00:28:51: von der Flüchte, sondern zu mir zurückkehrt. Das rechte Maß für sich selbst zu finden.
00:28:58: Ja. Im Moment frechen mich relativ viele Unternehmer immer wieder auf das Thema an, dass sie wirklich
00:29:16: Ängste vor der Zukunft haben, dass die Energiepreise durch die Decke gehen und sie nicht mehr
00:29:23: wissen, ob ihr Unternehmen auch in Zukunft besteht. Von dir habe ich diesen schönen Satz,
00:29:29: Planes 80 auch. Menschen werden ja durch Ängste gelähmt. Wie wäre denn deine Empfehlung
00:29:39: auch an Unternehmer, die heute in solchen Situationen sind, die nicht wirklich wissen, wie es weitergeht,
00:29:44: in solchen Ängsten umzugehen? Ich glaube, dass die Angst als solches gar nicht so die Herausforderung
00:29:51: ist, sondern vielmehr die Angst vor der Angst. Wenn wir das Gefühl der Angst für uns als
00:29:56: ein Gefühl erkennen, dass uns beschützt, dass uns die Weiterentwicklung ankündigt,
00:30:04: also wieder Angst gelassen ins Auge sehen, dann bekomme ich plötzlich eine ganz andere
00:30:11: Aufmerksamkeit und Durchplästigkeit für all das, was um mich herum geschieht. Ich glaube,
00:30:16: das Entscheidende ist das, dass wir können ja über vieles von dem, was um uns herum geschieht,
00:30:21: nicht verfügen, ob die Gaspeise in den Steigen oder nicht. Das liegt nicht in deiner und auch nicht
00:30:27: in meiner Hand. Deshalb macht es wenig Sinn, sich damit zu befassen, wie es halb sie steigen,
00:30:34: was wir dagegen tun können, dass sie steigen, sondern befassen, wann ich mich immer damit,
00:30:38: worüber ich verfügen kann. Also, wie gehe ich optimal mit dieser Situation um? Und manchmal
00:30:45: muss ich halt aushalten. Also, ich erlebe das ja bei uns auch, wenn wir jetzt mal, wenn ich mal eins
00:30:50: in drei Hotels nehme, da haben wir aktuell pro Monat eine Gasrechnung von 20.000 Euro pro Monat.
00:30:57: Und wenn wir den Gasvertrag dann nicht bekommen, zum neuen Jahr eine Grundversorgung fallen,
00:31:04: dann liegen nur bei 400.000 Euro pro Monat Gaskosten. Das ist natürlich erst mal unvorstellbar,
00:31:11: aber letztendlich ist das etwas, worüber ich nicht verfügen kann. Sondern ich kann jetzt ja nur schauen,
00:31:18: was ist das in meiner Machtstehung, was ich tun kann, unabhängig davon, in welcher,
00:31:24: welche Dimension sich das entwickeln muss und das tue. Darauf bokuisiere ich mich. Und auf alles
00:31:31: andere muss ich ein Stück weit vertrauen, dass egal, was uns dort widerfährt, das wieder dazu führt,
00:31:39: dass wir uns umgekehrt. Denn das zeigt die Vergangenheit bei dir und bei mir und bei anderen Menschen,
00:31:44: dass wir alle noch leben in einer relativ gesunde Gesichtsfarbe haben, was zu essen haben,
00:31:49: egal was die Vergangenheit mit sich gebracht hat. Ja, und ich glaube, das ist das Entscheidende,
00:31:54: dass wir jeder von uns schon viele Krisen widerfahren hat. Weil stärker man weniger stark,
00:31:59: weil gesonder stark, aber irgendwie sind wir dann doch wieder daraus hervorgegangen und sich zu
00:32:04: erinnern an die Krisen des Lebens und sich daran zu erinnern, was sich was durch die Krisen in
00:32:10: meiner Entwicklung wirklich geworden ist. Das ist eigentlich jetzt die Aufgabe, vertrauen zu
00:32:15: müssen. Ja, denn verfügen können wir nicht über das, was dort geschieht. Wir sind abhängig und ich
00:32:19: glaube, die Angst besteht auch ganz häufig, in dem sich eingestehen, dass wir nicht unabhängige
00:32:24: viele voneinander unabhängig voneinander viele sind, sondern voneinander abhängig viele. Wir
00:32:30: sind alle voneinander abhängig, ja, wie Menschen. Und dass das wollen wir uns natürlich auch nicht
00:32:35: eingestehen und einfach sich darauf einzulassen, dass wir sind voneinander abhängig und ich bin
00:32:40: von der Entscheidung eines Politikers abhängig in der Entwicklung des Unternehmens. Was ich damit
00:32:45: sagen will, ist, dass wer sein Wohlbefinden auf dem Fundament äußerer Ereignisse baut, hat schon
00:32:52: verloren. Und das ist ja auch Kern unserer Führung, dass, wo wir, wenn ich mal von Ziel sprechen soll,
00:33:02: das wäre so das formulierte Ziel, das nennt sich in der ethischen Philosophie Eudaimony. Und das
00:33:08: ist die innere Gelassenheit jenseits äußerer Paktoren. Das ist Führungsschicht, die Menschen
00:33:14: dort hineinzuführen, in die Gelassenheit jenseits äußerer Paktoren, dass egal was ihnen
00:33:18: wieder fährt, egal was um sie herum geschieht, sie für sich Mittel und Wege finden, aus der
00:33:24: Haltung heraus, sich ihre Immersurz bewahren. Wenn ich das, wenn mir das geningt, dann habe ich
00:33:32: nicht, kann ich auf die Menschen zählen. Da muss ich aber als Führungskraft auch selbst erst mal hinkommen.
00:33:39: Ja, natürlich. Das ist, das ist ohnehin die Voraussetzung dafür. Ich glaube, von den
00:33:45: Mitmenschen nichts verlangen, wozu ich nicht selbst auch bereit wäre zu tun. Das ist ein Feld,
00:33:51: das Thema Führung auch im fachlichen Kontext zu schwer. Wir sprechen bei uns am fachlichen
00:33:57: Kontext gar nicht von Führung, sondern maximal von Villagement. Wenn es um Führung geht,
00:34:02: Führung bezieht sich auf Menschen und all das, was ich von meinen Mitmenschen abverlangen,
00:34:07: an Selbstführung, an Disziplin, an Reflexion, an Rumination, an Lektion. Das sind alles so
00:34:14: Begriffe, die wir bei uns ja selbst desent haben. Das kann ich nur vorleben. Das ist die einzige
00:34:21: Nütlichkeit, den Menschen was zu offenbaren. Alles andere wirken nicht authentisch und wirklich.
00:34:27: Also ich sage ganz gerne, ich habe ja ein neues Buch geschrieben, das erscheint jetzt in sechs
00:34:33: Wochen und da habe ich eine, eine These drin. Den Worten des Theoretikas fehlt das Fundament des
00:34:39: Lebens. Und wenn jemand über etwas oder jemanden spricht, ohne selbst die Erfahrung gemacht zu
00:34:48: haben, dann werde ich maximal informiert, aber nicht inspiriert. Aber wenn ich Menschen bewegen will,
00:34:54: dann muss ich sie berühren. Und jemanden berühren kann ich nur, wenn ich selbst in Berührung gekommen
00:34:59: bin, mit dem Gefühl, was aus einer Erfahrung heraus entstanden ist. Ich also etwas nicht verstanden,
00:35:05: sondern Begriffen habe. Und das ist die Paarausdeckung. Deshalb tut sich so wenig, wenn irgendjemand
00:35:11: da vor dem steht, ein Vortrag hält und über die dritte Studie aus Amerika was berichtet. Dann sind
00:35:16: die Menschen informiert, aber nicht inspiriert und Informationen reicht nicht aus, um die Menschen
00:35:21: in Bewegung zu bringen. Walking like talking ist das. Und da steht schon in der Regel,
00:35:27: dass Heiligen Benedikt, er mache alles Heilige und Gute mehr durch sein Leben,
00:35:31: natürlich auch ein Riedenssinn. Ja, das ist so, lebe ich das ja auch. Es ist, was man hört,
00:35:42: hört man. Und was man erfährt, nimmt man mit seinem Gefühl, mit seinem Herz, mit seinem Körper
00:35:50: auf und ist dann einfach anders in der Verarbeitung etwas tatsächlich zu erfahren. Und ich glaube auch,
00:35:57: das ist auch einfach die Zukunft, im Umgang miteinander auch in dem Unternehmen mit den
00:36:04: Menschen wirklich es erfahrbar zu machen. Ja, über, gleichbar, erfahrbar. Das ist, denn das ist ja das,
00:36:13: woraus auch dieses Bewusstsein steht, das eines Wissen. Aber selbst die Erfahrung ist nur dann
00:36:21: wirksam, wenn wir uns ihrer bewusst werden. Und das setzt die Reflexion voraus. Ja, also handeln ohne
00:36:29: Reflexion führt nicht zu einer bewussten Erfahrung, wie ich mache. Und deshalb ist ja auch Stille,
00:36:37: Reflexion, Rumination oder Lektion sind so wesentliche Elemente auf dem Weg der persönlichen Entwicklung.
00:36:44: Ich weiß, du meditierst ja, du meditierst ja auch sehr viel, du bist ja auch viel Zeit für die
00:36:56: Reflexion und hast im Korrikkulum ein sehr, sehr schönes Beispiel gebracht. Ich erinnere mich sehr,
00:37:04: sehr gerne an die Sache mit dem Glas und dem Wasserkrug. Vielleicht magst du das einfach noch mal
00:37:11: für dich. Also das war für mich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schön und sehr eindrückliche,
00:37:15: eindrückliche Erfahrungen. Jetzt sind wir nur auf der Tonspur unterwegs auf Erstmars,
00:37:19: zu einfach dem Podcast, die wir auch noch mal erzählen. Ja, Hintergrund war in dem Korrikkulum,
00:37:23: dass das schon sehr viel Informationen geflossen sind und um das zu veranschaulichen,
00:37:29: habe ich einem der Kurstenteilnehmer ein Glas in die Hand gegeben und habe dieses Glas bis zum
00:37:35: Rand gefüllt und habe dann gesagt, so das ist die Situation jetzt hier in dieser Gruppe und wenn
00:37:41: ich jetzt noch was sagen würde, dann würde Folgendes passieren, dann habe ich das Flaschik
00:37:46: genommen und das Glas weiter gefüllt bis es übergelaufen ist. Ich habe gesagt, das wäre
00:37:50: Verschwendung und bevor ich wieder etwas nachfüllen kann, müsste das Erstkonsumieren verinnerlichen
00:37:55: und habe dann den Kurstenteilnehmer gebeten, einen kräftigen Schluck aus dem Glas zu nehmen.
00:37:59: Ja und das war so ein bisschen das Bild, dass wenn das Glas voll ist, wenn der Kopf voll ist,
00:38:04: wenn wir genug Informationen haben, dann geht es darum, diese erstmal zu verdauen,
00:38:08: aufzunehmen und zu verdauen, zu reflektieren, zu verinnerlichen und dann wieder also sich
00:38:14: leer zu machen, so sagt es ja auch, soll sich wieder leer zu machen und dann wieder etwas Neues
00:38:19: aufzunehmen. Das ist so eine Krankheit, die ich ganz häufig erlebe auch, dass die Menschen,
00:38:24: viele Menschen dazu neigen immer noch etwas oben drauf zu packen in der Hoffnung oder aus der
00:38:30: Angst daraus nicht genügend zu haben, um die Aufgabe bewältigen zu können. Noch ein Buch,
00:38:34: noch ein Seminar und verlaut, das sich darauf vorbereiten und auftanken, kommen sie da nicht
00:38:39: zum Handeln. Und daraus ist auch mal eine Aussage in den Staaten bei uns, wer zu viel diess,
00:38:44: da tut so wenig. Ja das heißt also, wenn wir immer nur damit beschäftigt sind, um uns auch
00:38:49: etwas vorzubereiten, um uns sicherer zu fühlen, vielleicht noch die Informationen, die Informationen,
00:38:54: also uns die Möglichkeit nehmen, die Angst vor der Lücke so ein Stück weit zu nehmen,
00:39:00: dann werden wir ins Handeln kommen. Ich glaube das ist der Entscheidende. Wir wissen zu viel,
00:39:05: im Verhältnis zu dem, was wir tun. Wobei, dass ja auch nochmal zwei unterschiedliche Punkte sind,
00:39:21: zum einen jetzt kommen ins Tun und zum anderen sich wirklich die Zeit zum reflektieren und
00:39:28: für die Stille zu nehmen. Und das ist etwas, was ich in vielen Unternehmen auch einfach erlebe,
00:39:35: das Führungstrepte von Einmitting zum nächstenetzen, dazwischen noch fünf E-Mails beantworten und
00:39:42: wirklich sich keine Zeit für sich nehmen und dann auch wirklich um Abstand zu gewinnen und
00:39:51: wirklich auf Meta-Ebene zu kommen. Also ich habe im Moment gerade in einem Unternehmen auch
00:39:55: Verantwortung übernommen und bin so ein Stück jetzt aktuell Teil des Systems im Unternehmen und
00:40:03: mehr geselbst wie schwer es ist, immer wieder zurück zu treten und die Sicht von außen tatsächlich
00:40:10: zu warnen und zu gucken, was passiert im Moment gerade im Unternehmen, was nehme ich für einen
00:40:16: Einfluss drauf und auch was macht es mit mir als Mensch? Für die, die die Sport machen, gibt es
00:40:22: dann einen schönen Bezug, nämlich das sogenannte Sight-Prinzip, das Prinzip der Superkompensation.
00:40:28: Was heißt das? Der Muskel wächst nicht während wir trainieren, sondern der Muskel wächst in
00:40:35: den Ruhephasen. Also wenn ich abends ist, ich gehe und den Bitzer trainiere, dann wird der Muskel
00:40:44: in dem Moment, wo ich ihn trainiere, nicht gewachsen. Er sieht vielleicht gewachsen aus,
00:40:49: soll er sich vollpunkt, aber er wächst nicht, sondern er wächst erst in der sich anschließenden
00:40:54: Ruhephase, wenn nämlich der Körper damit beginnt, die mikro-kein Risse im Muskel wieder aufzubauen.
00:41:01: Und dann habe ich am nächsten Tag wieder mehr Energie, mehr Krab, weil der Muskel tatsächlich
00:41:06: gewachsen ist und das können wir auf den Menschen übertragen, also ohne Stille, ohne Ruhe, keine
00:41:12: Entwicklung. Ja, das ist entscheidend, dass es nicht so der Körper, der so funktioniert,
00:41:18: der Muskel, der so funktioniert, dann auch unser Geist. Wir brauchen einfach diese Ruhe,
00:41:23: in der Ruhe entsteht der Erkenntnis und ich hatte vorhin geclinfen, wenn du das Lektio zum Beispiel,
00:41:29: die lektio-sner Art des Lesens, die die Stapfel in 100 Jahren oder 1000 Jahren schon bei den
00:41:35: München angewendet wird, dafür wird ein Text genommen, ein Alltatext oder auch ein anderer Text,
00:41:40: den lese ich und dann werde ich still und gehen, versuchen Resonanz zu kommen mit dem, was ich in
00:41:48: meinem Leben erlebt habe. Und ganz häufig heißt man, man macht es am Plenum, sagt, ach Mensch,
00:41:53: guck mal, da habe ich das in meinem Leben erlebt, was ich hier im Text lese und dann entsteht so
00:41:57: ein Erkenntnis. Und das ist eine Klazzerscheinheit, dieses Gefühl, da geht man grad nicht auf,
00:42:03: jetzt verstehe. Und dieses Gefühl, ah, jetzt habe ich verstanden, hier ist mal was bewusst geworden.
00:42:09: Aha, ja, das entsteht in der Stille. Das entsteht nicht während der etwas tun. Das ist nicht möglich.
00:42:17: Stille, um Stille heißt aber nichts gedankenlehre. Nein, Stille halten einfach nur, es gibt
00:42:27: Verstiegstille ab ganz unterschiedliche Gesichter. Stille heißt einfach zur Ruhe kommen. Und ich
00:42:34: glaube, in einem dritten Buch oder, ich glaube, dritten oder vierten Buch weiß ich nicht,
00:42:40: aber ich habe das Bild vom Brunnen genommen. Wenn wir also an unseren Brunnen stellen und einen Eimer
00:42:47: nehmen und immer schöpfen, das Wasser schöpfen, dann werden wir irgendwann erschöpft sein und
00:42:55: zu Boden gehen. Ja, aber wir werden vielleicht gearbeitet haben, werden aber nichts erkannt
00:43:01: haben. Und ich muss erst auffüllen mit dem Schöpfen, das Wasser zur Ruhe kommen lassen,
00:43:06: um den letzten Moment auch mich zu erkennen. Ja, und dann kommt diese Erkenntnis, wer ich bin. Also
00:43:16: dieses Spiegelbild im Wasser, das ist ein sehr schade. Wenn wir schöpfen, das Wasser bewegt,
00:43:20: dann ist alles aufgebühlt, dann können wir nichts erkennen. Erkennten können wir erst in dem Moment,
00:43:25: wenn das Wasser zur Ruhe kommt, ich mich über das Wasser beugehe und plötzlich mein Spiegelbild sehe.
00:43:29: Dann sehe ich mich aus, sehe, ob ich müde bin, ob ich erschöpft bin, ob ich vital bin. Wie geht es mir
00:43:35: eigentlich? Diese Frage, die kann ich eigentlich in dem Moment beantworten, wenn ich zur Ruhe komme.
00:43:39: Und das ist ja schon der erste Schritt. Ja, es geht ja nicht nur um die großen Erkenntnisse,
00:43:44: sondern es geht vielleicht auch mal um die Frage, hey, wie geht es denn eigentlich gerade in diesem
00:43:49: Moment? Und es gibt da diese Aussage, aber ich habe auch einen kurzen Text dazu bestehend im neuen
00:43:54: Buch jetzt, gib auf dich Acht, wenn man sich das mal auf der Zunge zergeben lässt, was dann das
00:44:01: bedeutet, gib auf dich Acht. Vielleicht achten wir einmal bei dem, was wir tun, auf unsere Gefühle,
00:44:08: auf unsere Gedanken, die wir haben bei dem, was wir tun. Gibt es mir gut mit dem, was ich tue?
00:44:15: Und da sehen wir schon wieder, diese Achtsammung hat etwas mit sich zurücknehmen zu tun, Stimme
00:44:20: zu tun, das kann ich nicht, während ich agiere, das funktioniert nicht. Ich kann nicht gleichzeitig
00:44:25: etwas tun, um auf mich Acht mit. Ja, wohl war, wohl war die Herausforderung ist, sich dafür auch
00:44:42: immer wieder die Zeit zu nehmen und sich das selbst wert zu sein. Ich glaube, das ist etwas,
00:44:47: was bei ganz vielen Menschen einfach wirklich das Thema ist, dass sie glauben, ihr Wert liegt
00:44:56: allein im Handeln und das, was sie tun, das, was sie für sich tun, was sie für andere tun,
00:45:00: oftmals einfach nicht, was sie für sich tun und wirklich sich die Zeit zu nehmen,
00:45:05: auf sich selbst zu schauen und Zeit für sich zu nehmen. Ja, also wir haben das ja für uns in
00:45:11: einer Aussage manifestiert, die ist ja klar und deutlich, Reflektion ist produktiver als Aktion.
00:45:17: Und wenn ich, wenn ich das für mich erfahrbar mache, dann steigert das auch,
00:45:25: meine Motivation in die Reflektion zu geben. Und wir glauben ja, dass im Aktivität nur
00:45:36: aktivitätproduktiv ist. Ja, ist das aber nicht. Ja, das ist so. Geklaubtes System,
00:45:47: auf dem wir aufbauen. Das heißt im Prinzip, ja, ohne Fleiß kein Preis. Du musst fleißig sein,
00:45:52: wir haben es nicht aufgelandt, ja, sonst hat es kein Ergebnis. Und dann kommen wir wieder zu
00:45:57: dem Gedanken, ja, das Ergebnis ist wichtiger als der Mensch. Und das ist die Antriebskraft,
00:46:04: die dahintersteckt ist. Das ist, wenn so eine Spirale, die dort entsteht. Und dann kommt
00:46:10: noch der Treiber dazu, der sagt, ja, wenn du das nicht leistest, wenn du dich nicht anpasst,
00:46:14: dann gehörst du noch nicht mal mehr dazu. Und das ist natürlich ganz schön perfide,
00:46:20: also das ist schon so die Triggerpunkte der menschlichen Grundbedürfnisse im Interesse
00:46:26: der Leistung hingesetzt. Ungesund. Ungesund. An der Stelle glaube ich, sind wir einmal rum. Wir
00:46:34: könnten mit Sicherheit noch Stunden weit sprechen. Budo ist es immer wieder, es ist für mich immer
00:46:40: wieder beeindruckend, dir zuzuhören, mit dir in den Austausch zu gehen. An der Stelle ganz, ganz
00:46:46: herzlichen Dank für das Gespräch, für das Interview. Die letzten wurde gehören immer bei
00:46:52: Interviews meinen Gästen. Was magst du denn den Podcast-Hörern gerne noch mitgeben?
00:46:57: Vielleicht sich am Abend eines Tages die Frage zu stellen, was haben andere oder was haben andere
00:47:03: euch davon gehabt, dass es mit gibt. Danke. Vielen Dank Budo. Gerne. Und alles Gute für euch.
00:47:12: Danke.
00:47:14: .
00:47:16: [Musik]
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